PKD-Monofräser mit HSK-63-Aufnahme

 

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen den Prozess vor, wie wir einen PKD-Monofräser mit HSK-63-Schnittstelle entwickelt haben.

 

Was zeichnet einen PKD-Monofräser aus?

Bei einem PKD-Monofräser bestehen Werkzeug und Aufnahme aus nur einem Material. Die Hohlschaftkegel- (kurz HSK-Schnittstelle) dient hierbei als eine Möglichkeit zur Spannung in der Maschine. Je nach Maschine sind hier auch Schnittstellen mit Steilkegel (SK40 oder SK50) möglich. Durch die direkte Aufnahme hat man eine Schnittstelle zum Werkzeug weniger. Ein zusätzliches Wuchten des PKD-Monofräsers führt zu besseren Oberflächen im Bauteil und gleichzeitig zu einer längeren Standzeit des Werkzeuges.

 

Die Aufgabenstellung

Einer unserer Kunden beauftragte uns, einen PKD-Monofräser mit HSK-63-Schnittstelle und maximaler Zähnezahl zu entwickeln. Dadurch sollen höhere Arbeitsvorschübe und bessere Oberflächengüten erreicht werden. Weitere Vorgaben waren ein Schneidendurchmesser von 60 Millimeter und ein Auskraglänge von 220 Millimeter. Zudem soll jede Schneide mit Kühlmittel versorgt werden.

 

Die Umsetzung

Mittels CAD-Software haben wir ein 3D-Modell erstellt, mit dem wir die Zähnezahl von ursprünglich zehn auf 14 Zähne erweitert konnten. Die Schneiden zu erodieren, fiel durch die enge Zahnteilung heraus, denn der Draht würde den nächste Zahn beschädigen. Deshalb kam unsere Lasermaschine zum Einsatz.

Diese hat folgende Vorteile:

– die perfekte Schneidkante mit minimaler Schneidkantenverrundung
– enge Zahnteilung für mehr Zähne und damit verbunden eine längere Standzeit und hohe Vorschübe

Nachdem die Zeichnungsableitung erstellt wurde, konnte die Fertigung beginnen. Die Grundkörper wurden zuerst gedreht, dann die Spanräume gefräst und anschließend konnten die passgenau zugeschnittenen PKD-Zähne eingelötet werden. Ehe die finale Schneidenkontur gelasert wurde, kamen die Kühlkanäle in den Grundkörper. Nachdem die Schneidengeometrie am Zoller-Messgerät überprüft und freigegeben wurde, erfolgte das Wuchten und die anschließende Beschriftung mittels unserem Laserbeschriftungsgerät.

 

Das Ergebnis

Die Umsetzung von der Konstruktion bis zum fertigen PKD-Monowerkzeug (mit der erhöhten Zähnezahl) hat reibungslos funktioniert. Die Anforderungen an das Werkzeug wurden erfüllt. Und sie entsprechen den Vorstellungen unseres Kunden in der Umsetzung und der Qualität. Die Bearbeitung des Bauteils erfolgt nun mit höheren Vorschüben, bei einer besserer Oberflächengüte.

 

Brauchen Sie auch eine Optimierung Ihrer Prozesse durch unsere PKD-Monofräser? Dann melden Sie sich gerne bei uns.